Luxusparkplätze sind keine Lösung

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Machbarkeitsstudie für Tiefgarage unter dem Ebertplatz muss veröffentlicht werden

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln fordert, die Machbarkeitsstudie für eine Tiefgarage unter dem Ebertplatz endlich zu veröffentlichen. Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender und Ratsmitglied für Agnesviertel und Eigelstein, erklärt hierzu: „Bereits 2011 haben wir die Verwaltung mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Wenn diese nun fertig ist, muss sie auch schleunigst veröffentlicht werden. Die kursierenden Baukosten von 55.000 bis 75.000 Euro pro Stellplatz könnten jedoch nur mit Luxusmieten finanziert werden und sind demnach keine Lösung für die Menschen im Veedel. Wir brauchen vor Ort Stellplätze, die auch bezahlbar sind. Deshalb ist die Stadtverwaltung gefordert, sich intensiv und offen um Alternativmöglichkeiten wie eine Quartiersgarage zu bemühen.“ Den Vorschlag der CDU, den Sudermanplatz als Dauer-Parkplatz zu nutzen, lehnt Börschel ab: „Seit Jahren bemühen wir uns darum, unsere Plätze zu attraktivieren, und jetzt kommt die CDU und will sie zuparken. Das kann man nur als Schnapsidee bezeichnen.“

Eine rasche Entscheidung zum Stopp der Planungen einer Tiefgarage ist elementar für die Umgestaltung des Ebertplatzes. Börschel weiter: „Die Kölnerinnen und Kölner drängen darauf, dass sich endlich etwas am Ebertplatz tut – wie es auch Albert Speer in seinem Masterplan vorgeschlagen hat. Bei den Planungen müssen Hansaring und Theodor-Heuss-Ring direkt mit einbezogen werden. Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung wollen wir auch die Attraktivierung des linken Rheinufers, sowie eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Rhein zwischen Bastei und Rheinpark. Dies kann nur durch eine frühzeitige Bürgerbeteiligung gelingen, so dass die Stadtverwaltung jetzt schnell handeln muss.“ Eine entsprechende Machbarkeitsstudie für die Rheinbrücke hat der Rat im Dezember unter anderem auf Initiative der SPD-Fraktion beschlossen.

Aufräumen an der Haltestelle Hansaring muss weitergehen

Die Haltestelle Hansaring galt – und gilt vielleicht noch – als eine der unansehnlichsten Haltestellen Kölns. Im Frühjahr 2015 hat deshalb die Verwaltung gemeinsam mit KVB und DB erste Verschönerungen im Umfeld der Haltestelle vorgestellt. Dabei wurden u.a. die Beleuchtung der Mittelinsel verbessert, Sitzhocker und Poller entfernt, Gestrüpp beseitigt und Mülleimer ausgetauscht.

„Diese Maßnahmen sind erfreulich und haben schon zu einer Verbesserung beigetragen. Sie müssen aber dringend fortgesetzt werden, wenn wir das Erscheinungsbild dieser stark frequentierten Haltestelle dauerhaft verbessern wollen“, fordert Regina Börschel, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt.

So sind beispielsweise Teile der Mauer, die die Mittelinsel umfasst, herausgebrochen, während andere auf die Straße zu kippen drohen.HR10

Die Laternen auf der Mittelinsel befinden sich in einem trostlosen Zustand: Mal erinnern nur Schrauben an die dort fehlende Laterne, eine andere ist in einem blauen Plastiksack eingepackt, die restlichen bedürfen der Reinigung.

DSC09219Auch muss die Mittelinsel weiter entrümpelt werden. So führt ein Schlauch unmotiviert ins Nichts, Rohre ragen aus den Fahrstuhlbaukörpern, Füße von Baken oder temporären Verkehrszeichen liegen herum, Schrauben ragen aus dem Boden, Pflastersteine entlang der Mauer sind lose oder fehlen, der Abtransport der dort lagernden Müllsäcke lässt scheinbar auf sich warten und die Beete wirken weiterhin verwildert.

„All diese einzelnen Punkte mögen banal klingen, tragen aber in der Summe dazu bei, dass die Haltestelle nach wie vor einen eher traurigen und unaufgeräumten Eindruck vermittelt“, meint Börschel. „Entsprechend möchten wir, dass die Verwaltung gemeinsam mit KVB und Bahn die Arbeit an der Verbesserung des Erscheinungsbildes fortsetzt. Dieses Stück Ring hat es nötig – und verdient!“.

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