Quartiersgarage statt Luxusstellplätze

Stadtverwaltung muss endlich für Umgestaltung des Ebertplatzes aktiv werden

cropped-image-14.jpegDie SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln fordert die Offenlegung der Machbarkeitsstudie zum Bau einer Tiefgarage unter dem Ebertplatz. Nur so wird transparent, ob der Bau überhaupt realisierbar ist und wie sich die Kosten verteilen. Hierzu erklärt Martin Börschel, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Der Ebertplatz ist an manchen Stellen ein Angstraum und von der Polizei benannter Brennpunkt im Bereich der Drogenkriminalität. Hier hält man sich nicht gerne auf, was uns auch immer wieder von den Kölnerinnen und Kölnern gesagt wird. Deshalb muss der Platz dringend umgestaltet werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Aber ohne Machbarkeitsstudie keine Entscheidung über die Tiefgarage – und ohne Entscheidung über die Tiefgarage keine Umgestaltung des Platzes. Deshalb muss die Stadtverwaltung das angeblich schon lange feststehende Ergebnis endlich veröffentlichen.“

Bereits im Oktober 2015 gab es Medienberichte, denen zufolge in einer Tiefgarage unter dem Ebertplatz maximal 222 Parkplätze geschaffen werden könnten. Die Baukosten würden sich damit auf 55.000 bis 75.000 Euro pro Stellplatz belaufen. Susana dos Santos Herrmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, stellt fest: „Sollten sich diese Berichte bestätigen, wäre die Tiefgarage sicherlich keine Option. Eine solche Tiefgarage ließe sich nur mit horrenden Mietpreisen pro Stellplatz finanzieren. Für die Menschen aus dem Veedel ist das unbezahlbar. Wir brauchen eine Quartiersgarage, die sich alle leisten können. Deshalb muss die Stadtverwaltung hier endlich Licht ins Dunkel bringen.“

Lösung für Konche in der Eigelsteintorburg in Sicht

SPD-Initiative trägt erste Früchte
Im August 1914 sank der deutsche Kreuzer Cöln vor der Küste Helgolands. In diesem Jahr jährt sich das Ereignis zum einhundertsten Male. Am 28. August 2014 findet die Gedenkveranstaltung in der Konche der Eigelsteintorburg statt. Die Konche des Ostturms ist starken Verschmutzungen und Beschädigungen ausgesetzt. „Unser Ziel ist es, die Konche und das seit 1926 in ihr hängende Rettungsboot des Kreuzers Cöln dauerhaft zu schützen, die Nutzung der Konche für Veranstaltungen muss möglich bleiben. Die denkmalsverträgliche Lösung soll neben Konche und Rettungsboot auch das Bugwappen und den Heckanger der Fregatte Cöln vor Verschmutzung und Beschädigung, insbesondere durch Tauben schützen“, so Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln.
Aufgrund der zahlreichen beteiligten Akteure stellte sich in der Vergangenheit die Umsetzung einer einvernehmlichen Lösung als besonders schwierig dar. „Umso erfreulicher, dass sich Mitte August auf unsere Initiative hin alle involvierten städtischen Dienststellen und Ämter mit Vertretern der offenen Jazzhausschule und der Vorsitzende des Freundeskreis der Fregatte Köln getroffen haben“, so Börschel. Das Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege hat sich nach diesem positiven Gespräch dankenswerterweise bereit erklärt nun zeitnah einen Vorschlag für die denkmalverträgliche Lösung zu erarbeiten.
Die Torburg ist zentraler Anlaufpunkt und ‚Wahrzeichen‘ des Eigelstein. Die offene Jazzhausschule nutzt die Torburg als kulturpädagogische Facheinrichtung, zudem können Räumlichkeiten für Feste und Veranstaltungen angemietet werden. „Die Eigelsteintorburg ist Mittelpunkt des Veedels. Umso wichtiger, dass hier nun zügig eine praktikable Lösung für die Konche durch den Stadtkonservator präsentiert wird“, so Börschel abschließend.

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